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Werfel, Franz

Der Weltfreund. Erste Gedichte (1908-1910). 9.-13. Auflage.

München, Kurt Wolff Verlag.

4to. 113 Seiten. Schwarzer Orig.-Maroquinband mit reichster Goldprägung in Art Déco Ornamentik mit Blatt- u. Rautenmustern in Blau und Grün, Steh- u. Innenkantenvergoldung, dekorativen Vorsatzpapieren und Kopfgoldschnitt. In floral gemustertem Orig.-Pappschuber. Die wohl schönste Ausgabe von Franz Werfels "Der Weltfreund", entstanden in der Blütezeit des Art Déco. Prachtvoller, nicht signierter Meistereinband, aller Wahrscheinlichkeit nach eine Glanzleistung von Annie Peters, entstanden um 1926. Unübersehbar ist der künstleriche Einfluss Franz Weißes, dessen Ausstellung von Büchern für Sie der Anlass war, bei Franz Weiße und Behnke an der damaligen Kunstgewerbeschule zu Hamburg ihr Handwerk zu erlernen. Franz Werfel debütiert mit dem Gedichtband "Der Weltfreund". Der Wunsch, mit allen Wesen mitzufühlen, prägt diese Gedichte und gibt ihnen das besondere Pathos. Der Dichter verkündet sein Mitgefühl mit allen, dem Akrobaten, der Gouvernate, dem Neger, dem Heizer, versetzt sich in ihre Lage und umarmt sie als Brüder. Unikales Exemplar in neuwertiger Erhaltung.

5.800,- €

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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