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Wenzelsbibel.

Codices Selecti LXXX/1-8. Vollständige farbige Faksimile-Ausgabe der Wenzelsbibel aus dem Besitz der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (Cod. Vindob. 2759-2764).

Graz. Akademische Druck- u. Verlagsanstalt / ADEVA, 1987

56 x 39 cm. 8 Faksimilebände mit 1175 Seiten und 1 Dokumentenband, 306 Seiten mit der Wiedergabe der 1222 nicht illustrierten Seiten u. 2 Kommentarbände. Orig.-Lederbände. In Orig.-Schubern. - Die erste Prachthandschrift der Bibel in deutscher Sprache. Beinahe 150 Jahre vor Luthers Bibelübersetzung entstand in einer der führenden Buchmalerschulen des Mittelalters in Prag die älteste deutsche Prachthandschrift der Bibel. Der monumentale, auf mehr als 2400 Seiten die Texte des Alten Testamentes umfassende Codex wurde zwischen 1389 und 1400 für den böhmischen König Wenzel IV hergestellt und gilt als das Hauptwerk der berühmten Wenzelwerkstatt. Insgesamt 646 Miniaturen und ein überreicher Randschmuck machen diese Bibel zu einer bibliophilen Kostbarkeit. Band 1: Genesis und Exodus. Band 2: Leviticus und Numeri. Band 3: Deuteronomium und Josua. Band 4: Richter, Ruth und Samuel I. Band 5: Samuel II und Könige I. Band 6: Könige II und Chronik I. Band 7: Chronik II, Esra I und Esra II. Band 8: Esra III, Tobias und Prediger. Band 9: Dokumentenband. Beiliegt: 2 Bände: Kommentarband und Erläuterungen zu den illuminierten Seiten. Vorliegendes Exemplar eines von wenigen der Luxusausgabe in Ganzleder mit goldener Deckelvignette. In Orig.-Schubern. In 780 nummerierten Exemplaren erschienen und tadellos erhalten.

9.800,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Diese Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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