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Tschernychow, Jakob.

Vier Titelblätter (Russisch: Jakov Cernichov, Architekturnye fantazii. Englisch: Jacob Tchernykhov, Architectural Fictions u. Französisch: Jacques Tchernikhov, Fantaisies Architecturales). 102 S. mit 101 Kleinabbildungen im Text u. 101 einseitig bedruckte Farbtafeln auf Kunstdruckpapier. Brauner Orig.-Leinenband mit blindgeprägtem Rücken- u Deckeltitel.

Leningrad, Vorlag Meshdunarodnaja Kniga 1933.

30,5 x 22,3 cm. Vier Titelblätter (Russisch: Jakov Cernichov, Architekturnye fantazii. Englisch: Jacob Tchernykhov, Architectural Fictions und Französisch: Jacques Tchernikhov, Fantaisies Architecturales). 102 Seiten mit 101 Kleinabbildungen im Text und 101 einseitig bedruckte Farbtafeln auf Kunstdruckpapier. Brauner Orig.-Leinenband mit blindgeprägtem Rücken- u Deckeltitel. - Tschernikows Hauptwerk. Dieses Buch ist eines der seltensten und gesuchtesten Architektur-Publikationen unserer Zeit, und darüber hinaus eines der am aufwendigsten gedruckten Kunstbücher im nachrevolutionären Russland. Tschernikow war ein konstruktivistischer Architekt. Seine Bücher über Architektur, die zwischen 1927 und 1933 veröffentlicht wurden, gehören zu den innovativsten der damaligen Zeit. Seine 1933 veröffentlichten "101 Architektur-Phantasien" gehören zu den letzten Büchern der Avantgarde, die während der Stalin-Ära in Russland noch publiziert wurden. Mit seinen außergewöhnlichen Ideen machte er sich verdächtig. Obwohl er weiter unterrichten und vortragen durfte, wurde kaum einer seiner Entwürfe realisiert. Eines der wenigen Bauwerke Tschernikows, die sich erhalten haben, ist der Turm der "Fabrik Rote Nelke" in St. Petersburg. Schönes Exemplar der extrem selten Veröffentlichung. - MoMa 1022.

9.800,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Diese Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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