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Tieck, Ludewig

Minnelieder aus dem Schwäbischen Zeitalter neu bearbeitet und herausgegeben von Ludwig Tieck. Mit Bildern von Philipp Otto Runge.

Hamburg, In der Hamburger Presse 1918

4to. XXIV,284 Seiten. Brauner Orig.-Maroquinband auf 5 Bünden mit Rückentitel, reichster Blindprägung auf Rücken und Deckeln, Vollgoldschnitt. In Orig.-Schuber. - Eines von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Bütten. Vorliegendes auf Namen für Alfred Calmon gedruckt. Die Bilder nach Kupfern von Philipp Otto Runge. Nachdruck der Ausgabe von 1803, neu gesetzt aus der Frühlingsschrift von Rudolf Koch. Die Hamburger Presse wurde 1918 von dem Buchhändler Walther Barth gegründet, ihr künstleriche Leiter waren Anton Kling und auch der Buchbinder Franz Weisse. Außergewöhlich schöner Handeinband, vermutlich eine Arbeit von Johannes Gerbers. - Rodenberg 155.

€ 1.580,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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