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Talhoff, Albert

Passion. 8 Holzschnitte von Max Thalmann. Dichtung von Albert Talhoff.

Weimar, Feuerverlag 1922

36,8 x 28,2 cm. 16 Seiten. Geglättetes schwarzes Orig.-Maroquinleder, die Deckel mit einem großen Kreuz aus breiten vergoldeten Linien als Mittelstück, umringt von mehreren Strahlenkränzen aus feinen Bogenlinien, der Titel in den sechs Rückenfeldern in Handvergoldung, bronzierte Vorsätze und Kopfgoldschnitt. In Orig.-Schuber. (Signiert: O. Dorfner-Weimar). - Der herausragende Einband wurde farbig publiziert in "Zwischen Van de Velde und Bauhaus". Die ganzseitigen Orig.-Holzschnitte des van de Velde Schülers Max Thalmann (1890-1944) waren 1920 als Mappenwerk erschienen. Makelloses Exemplar, fern jeder Altersspur. - Zwischen Van de Velde und Bauhaus 168-169 mit Abb. -

€ 4.800,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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