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Seewald. - Defoe, Daniel

Robinson Crusoë. Mit 85 Zeichnungen von Seewald

München, Goltz-Verlag 1919

36 x 28 cm. 318 Seiten. Mit 2 handkolorierten u. signierten Orig.-Lithographien von Richard Seewald. Orig.-Antikpergamentband mit Rücken- u. Deckeltitel. - Eines von 20 nummerierten Exemplaren der Museums-Ausgabe auf starkem handgeschöpftem Zanders-Bütten. Mit zwei eigenhändig von Richard Seewald kolorierten und signierten Orig.-Lithographien. Gebunden in Antikkalbspergament von Karl Ebert und Frieda Thiersch. Nach der ältesten deutschen Übersetzung von L. E. Vischer aus dem Jahre 1720. Ernst Schulte-Strathaus schrieb über dieses Buch "Wer Liebe zum schön illustrierten Buch und das Geld dazu hat, der kaufe sich dieses prächtige Werk, es wiegt ein Schock anderer moderner illustrierter Bücher auf. Ich bedaure es sehr, daß der in diesem schönen Buche ruhende Schatz wegen des hohen Preises (RM 1150,-) weiteren Kreisen verschlossen bleiben muß...Wer diese beiden Bücher, Slevogts Cortez und den Robinson besitzt, kann den gegenwärtig hoch flutenden Strom illustierter Bücher ruhig eine Zeitlang vorüberziehen lassen, es wird so bald nicht eine dritte Perle ans Land gespült". Die schönste Robinson-Ausgabe des 20. Jahrhunderts. - Jentsch L 92-93. - Rodenberg 350.

4.800,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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