top of page

Olbrich Josef Maria

Es war einmal

Darmstadt, Verlag der Hofdruckerei Hohmann (1904)

25,7 x 23,8 cm. 12 Blatt, jede Textseite in Gold gedruckt und in reicher Jugendstil-Ornamentik in den Farben Lindgrün und Gold gefasst. Mit 6 signierten und montierten Farblithographien. Illustrierter brauner Orig.-Leinenband mit Deckeltitel. - Josef Maria Olbrich war von 1899 an die treibende kreative Kraft der legendären Darmstädter Künstlerkolonie. Das prachtvolle Jugendstil-Kinderbuch, welches Olbrich gemeinsam mit der Erzieherin Georgina Freiin von Rotsmann erschuf, war eine Hommage an die kleine Prinzessin Elisabeth, die Tochter des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein. Das Kinderbuch beschreibt das Spielhaus, dass Olbrich 1902 für die Prinzessin im Park des Schlosses Wolfsgarten gebaut hatte. Mit eigenhändiger Widmung des Künstlers an den Herausgeber der Wörrishofer Rundschau, Eduard Hagelauer:"....dem liebenswürdigen Gelegenheitsmitarbeiter der "Wörrishofer Rundschau" aus Dankbarkeit dediziert, dat. 23. August 1911". Tadellos erhalten. - Katalog Stuck-Villa 458.

8.500 €

Impressum     Datenschutz     AGB

Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

bottom of page