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Musset, Alfred de.

Gamiani oder zwei Nächte der Ausschweifung.

Leipzig, Privatdruck des Verlegers 1911

41 x 31,5 cm. 2 Blatt, 59 Seiten auf holländischem Papier. Mit einem Frontispiz und 11 handkolorierten Tafeln in Heliogravüre nach Lithographien von Devéria und Grévedon. Schwarzer Orig.-Lederband mit reicher Deckelvergoldung, hinter Deckel mit Blindpägung sowie Marmorpapiervorsätzen. - Eines von 300 nummerierten Exemplaren. Hier in der seltenen kolorierten Fassung, da entgegen dem Druckvermerk, nur wenige Exemplare koloriert wurden. Die erste vollständige Übertragung aus dem Französischen besorgte Karl Spieler nach der 1833 in Brüssel erschienen Originalausgabe. Gamiani wurde nur in wenigen Exemplaren herausgegeben, und zählt zu den großen Seltenheiten der erotischen Literatur. Imrecourt schreibt in seiner "Bibliographie des ouvrages relatifs à l'amour" ...daß sie direkt unauffindbar geworden ist. Ein Exemplar erzielte vor Jahren schon den Preis von 5000 Francs. Die Ausgabe wurde ausschließlich an Subskribenten abgegeben. Der Preis dafür betrug seinerzeit die enorme Summe von 100 Mark. Mit beigebundener Subskriptionsanzeige. Tadellos erhalten. - Hayn-Gotendorf IX,421.

€ 2.400,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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