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Luther, Martin.

An den christlichen Adel deutscher Nationen. Von des christlichen Standes Besserung.

München 1928

26,2 x 19,2 cm. 81 Seiten. Schwarzer Orig.-Oasenziegenlederband auf 5 Bünde mit reicher Vergoldung aus kräftigen Fileten, die sechs Lettern des Rückentitels LUTHER darin auf die sechs Rückenfelder verteilt, auf dem Vorderdeckel goldgeprägte Vignette in Form der "Lutherrose", Vorsätze unter Verwendung des Originalpapiers, Kopfgoldschnitt. In wattiertem Orig.-Schuber mit Lederkanten. - 43. Druck der Rupprecht Presse. In 150 nummerierten Exemplaren auf Bütten in der Ehmke-Fraktur gedruckt. Eines von wenigen Exemplaren der Vorzugsausgabe in Leder. Der Einbandentwurf von Ehmcke wurde ausgeführt von Rudolf Lang, München. Abgebildet ist der Einband in: "Das Zelt", V. Jg. Heft 2 (1930). - "An den christlichen Adel deutscher Nationen" ist die weltgeschichtlich wichtigste von Luthers Streitschriften. Die Schrift, in einem Zug und Feuer entworfen und niedergeschrieben, von einem Zeitgenossen mit Recht "ein Trompetenstoß" genannt, erregte bei Erscheinen das ungeheuerlichste Aufsehen, und war in Original und Nachdrucken viel tausendfältig verbeitet, wurde ins Niederdeutsche und sogar ins Italienische übertragen, und rief eine große Anzahl an Gegenschriften hervor. Tadellos erhalten. - Backe 43. - Rodenberg 536.

2.400 €

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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