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Livre D`Heures de Jean Duc de Berry.

Faksimile der Handschrift MS. 11060-61 Bibliothèque Royal Albert I.

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4to. 276 Seiten. Mit 20 ganzseitigen Miniaturen und 17 Initialseiten mit Gold geschmückt. Roter Orig.-Ledereinband mit Rückentitel und Vergoldung, reicher Deckelvergoldung, Blindprägung und Vollgoldschnitt. In Acrylglaskassette.
- Entstehung der Handschrift wahrscheinlich Anfang des 15. Jahrhunderts in den Niederlanden im Auftrag des Herzogs von Berry. Überall in den Bordüren finden sich die herzoglichen Wappen, seine Embleme wie etwa den Bären sowie das Monogramm VE aus seiner Devise. Einer der Maler dürfte Andre Beauneveu aus dem Hennegau, der andere Jacquemart aus dem nordfranzösischen Städtchen Hesdin gewesen sein. Erstmalig in der Geschichte der Buchmalerei wurde ein Verfahren der Koloration angewendet, welches zuvor ausschließlich in der Tafelmalerei auftrat. Die überraschendste Eigenart der Heures de Bruxelles besteht darin, dass sie vermutlich als erste unter den großen Stundenbüchern der Zeit um 1400 die Hauptminiaturen zu den einzelnen Gebetsstunden als Vollbilder konzipierten, denen jeweils eine ganze Seite zur Verfügung stand. Beiliegt der Kommentarband. Luzern, Faksimile Verlag 1996. In 980 Exemplaren erschienen. Tadellos erhalten.

1.300,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Diese Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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