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Liebermann. - Heine, Heinrich

Der Rabbi von Bacherach. Mit Original-Lithographien von Max Liebermann

Berlin, Propyläen-Verlag 1923

35 x 27,5 cm. 57 Seiten. Mit 17 Orig.-Lithographien von Max Liebermann. Orig.-Halblederband mit Lederecken und Deckelvignette. Eines von 400 nummerierten Exemplaren. Die erste ganzseitige Lithographie und das Impressum von Max Liebermann signiert. Ein Höhepunkt im illustratorischen Schaffen des Künstlers. - Die Erzählung „Der Rabbi von Bacherach“ von Heinrich Heine schildert das Schicksal des Rabbiners Abraham und seiner Frau Sara im mittelalterlichen Deutschland. Zu Beginn lebt das Paar vergleichsweise ruhig in der jüdischen Gemeinde von Bacherach am Rhein. Doch diese Idylle wird jäh zerstört, als die sogenannte Ritualmordlegende aufkommt - ein antisemitischer Vorwurf, Juden hätten ein christliches Kind getötet. Infolge dieser Anschuldigung kommt es zu Verfolgungen und Gewalt gegen die jüdische Bevölkerung. Abraham und Sara müssen fliehen, um ihr Leben zu retten.
Auf ihrer Flucht geraten sie in eine unsichere und bedrohliche Welt, in der sie ständig Angst vor Entdeckung haben. Schließlich gelangen sie nach Frankfurt am Main, wo sie im Ghetto Zuflucht finden. Doch auch dort ist das Leben von Enge, Misstrauen und sozialer Ausgrenzung geprägt. Besonders eindrücklich schildert Heine die psychische Belastung der Figuren sowie die bedrückende Atmosphäre des Ghettos. Die Erzählung bleibt fragmentarisch und endet ohne klare Auflösung, was den Eindruck der Unsicherheit und Bedrohung noch verstärkt. Heine verbindet in diesem Werk historische Motive mit einer kritischen Reflexion über religiöse Intoleranz und gesellschaftliche Vorurteile. - Von tadelloser Erhaltung. - Schauer Bd. II,86

€ 2.800,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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