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Lechter, Melchior.

Das Märchen vom Sinn. Ein Mysterium. (Hand-Geschrieben für die Einhorn-Presse von Melchior Lechter).

Berlin, Otto von Holten 1927

35,5 x 22,5 cm. 24 Seiten. Türkisblauer Orig.-Maroquinband mit Rückentitel und reichster Vergoldung auf beiden Deckeln, Kopfgoldschnitt. In Orig.-Schuber. - Opus V der Einhorn-Presse. Eines von nur 50 römisch nummerierten Exemplaren. Nur diese Exemplare wurden von Melchior Lechter handschriftlich mit der laufenden Zahl versehen, monogramiert und als privat bezeichnet. Mit ganzseitiger schriftlicher Widmung von Melchior Lechter an Dr. Franz Servaes "Zum Heiligen Auferstehungs-Feste 1928 zugeeignet" sowie mit einem handgeschriebenem Gedicht nach Rainer Maria Rilke. Ausgeführt in blauer und türkiser Tinte mit Schmuckelementen in Blattgold. Gebunden in türkisfarbenes Saffianleder mit reicher ornamentaler Deckel- u. Rückenvergoldung. Die unverkäufliche Vorzugsausgabe wurde ausschließlich für Melchior Lechter hergestellt. Auf starkem handgeschöpften Alt-Bütten durchgehend in Schwarz, Grün und Blau gedruckt. Jede Seite ist von einer breiten Bordüre mit ornamentalem Rankenwerk umgeben. Beiliegt das häufig fehlende Blatt der Übersetzung der lateinischen und griechischen Sanskrit-Inschriften. Tadellos erhalten von allergrößter Seltenheit. - Landmann A 122.

4.500,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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