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Kokoschka, Oskar

Die träumenden Knaben

Leipzig, Kurt Wolff-Verlag 1917

24 x 29,5 cm. Mit 10 Orig.-Lithographien, davon 8 farbige. Orig.-Leinenband mit montierter Deckelvignette. - Die träumenden Knaben stellen eine der wichtigsten Realisationen der Buchkunst des 20. Jahrhunderts dar. 1908 hatten die Wiener Werkstätten, denen auch die Förderung junger Künstler ein Anliegen war, mit dem 22jährigen Oskar Kokoschka vereinbart, die Publikation "Die träumenden Knaben" herauszubringen. Textlich schon dem Expressionismus, malerisch aber noch dem Jugendstil der Wiener Werkstätten nahestehend. Die Gustav Klimt gewidmete Ausgabe ist mit farbintensiven Lithographien ausgestattet, märchenhafte Szenen in leuchtenden Farben. War das Werk bei Erscheinen fast unverkäuflich, zählt es heute zu den gesuchtesten illustrierten Büchern des 20. Jahrhunderts. Eines von 275 im Impressum handschriftlich nummerierten Exemplaren. Auf der Innenseite des Deckels mit goldgeprägtem ExLibris. Tadellos erhalten. - Wingler/Welz Nr. 22-29. - Raabe 166/1. - Schauer Bd. II,115-116 mit Abbildung - Von Odysseus bis Felix Krull S. 378 mit farbiger Abbildung auf S. 314. - Jentsch 1. - The Artist and the Book 147.

€ 25.000,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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