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Klein, Yves

Dimanche. Le journal d'un seul jour

Paris 1960

Folio 56 x 76 cm. 6 Seiten mit 5 Abbildungen auf Zeitungspapier. - „Dimanche“ (Sonntag, Die Zeitung für nur einen Tag ), ist ein Künstlerbuch des französischen Künstlers Yves Klein. Das Werk im Format einer vierseitigen Sonntagsausgabe erschien am Sonntag, dem 27. November 1960, und war nur einen Tag lang an Pariser Zeitungskiosken erhältlich. Außerdem wurde es am selben Tag um 11:00 Uhr auf einer Pressekonferenz von Klein in der Galerie Rive Droite verteilt. Als frühes Beispiel konzeptueller Kunst ist es vor allem dafür bekannt, dass hier zum ersten Mal die Fotomontage veröffentlicht wurde, die gemeinhin als „Der Sprung ins Nichts“ bekannt ist. „Dimanche“ vereint Aneignung, Performance, Aktionismus, Konzeptkunst und Fotomontage und deutet auf die damals entstehenden Kunstströmungen hin. Das Projekt erscheint als eintägige Zeitung, konzipiert als Alternative zur regulären Sonntagszeitung, und enthält Texte und visuelle Arbeiten von Klein, darunter sein Manifest „Theatre du Vide“ (Theater des Nichts). Das Foto mit der Bildunterschrift „Un homme dans l’espace“ (Ein Mann im offenen Raum) zeigt den Künstler, wie er aus dem Fenster des zweiten Stocks seines Galeristen in die Leere springt. Es inspirierte zahlreiche Künstler, ihren Körper als künstlerisches Medium zu erforschen. Wie immer mittig gefaltet, außergewöhnlich gut erhalten.

€ 3.000

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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