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Kandinsky, Wassily u. Marc, Franz

Der Blaue Reiter

München, R. Piper Verlag 1912

29,8 x 22,7 cm. 140 Seiten. Mit 141 (davon 4 handkolorierte) und 3 (teils doppelblattgroße und gefaltete) Musikbeilagen. Farbige Orig.-Broschur in Schwarz und Blau mit Rücken- u. Deckeltitel. - Die seltene und gesuchte Erstausgabe. Die wichtigste Programmschrift des Expressionismus und der Moderne. Texte von Kandinsky, Marc, Macke und Arnold Schönberg. Illustrationen von Arp, Kandinsky und Marc, darunter 2 prachtvolle farbige Pochoirblätter von Kandinsky und Marc. Partituren von Alban Berg, Schönberg u. A. v. Weber. Ferner Abbildungen der meisten bedeutenden Künstler der Moderne. Für den Einband schuf Kandinsky einen prachtvollen Farbholzschnitt von 2 Stöcken in Schwarz und Blau. Kandinsky: "Den Namen "Der Blaue Reiter" erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf; beide liebten wir Blau, Marc - Pferde, ich - Reiter. So kam der Name von selbst". Der Almanach sollte gleichzeitig in München, Paris und Moskau erscheinen. Aus diesem hochfliegenden Vorsatz wurde nichts. Am 10. Mai 1912 erschien dann endlich das Buch "Der Blaue Reiter", und zwar in drei Versionen zum Preis zwischen zehn und hundert Mark. Eine allgemeine Ausgabe in 1200 Exemplaren, eine Luxusausgabe und außerdem in zehn Exemplaren ein Rarissimum, eine Museumsausgabe in blauem Maroquinleder mit Originalholzschnitten und je einer originalen Handzeichnung oder einem Aquarell der beiden Herausgeber. Tadelloses Exemplar dieser gesuchten Veröffentlichung. - Roethel 141.

7.800,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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