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Kafka, Franz

Das Schloss. Roman

München, Kurt Wolff (1926)

Erstausgabe. - 19,5 x 14 cm. 503 Seiten. Blauer Orig.-Leinenband mit Rücken- u. Deckeltitel. - Kafka begann mit "Das Schloss" 1922 seinen dritten Roman, vollendete ihn aber nicht. - Das Schloss ist der letzte und zugleich radikalste Roman von Franz Kafka, entstanden ab 1922 und wurde 1926 postum veröffentlicht. Seine Ideen für die Vollendung des Werkes teilte Kafka lediglich seinem engen Vertrauten Max Brod mit, welcher selbst ein Ende im Sinne Kafkas verfasste. Im Mittelpunkt steht der Landvermesser K., der in ein verschneites Dorf kommt, das von einem rätselhaften Schloss beherrscht wird. K. ist angeblich vom Schloss bestellt worden, doch niemand kann oder will diesen Auftrag eindeutig bestätigen. Seine Versuche, Zugang zur Schlossverwaltung zu erhalten oder wenigstens Klarheit über seine Stellung zu gewinnen, scheitern immer wieder an bürokratischen Verschiebungen, widersprüchlichen Auskünften und undurchdringlichen Hierarchien. Begegnungen mit Dorfbewohnern, Beamten und Helfern führen nicht zu Erkenntnis, sondern vertiefen die Verwirrung. Das Schloss selbst bleibt fern, unerreichbar und abstrakt - ein Zentrum der Macht, das nie konkret greifbar wird. K.´s Existenz ist von permanenter Rechtfertigung geprägt, ohne dass je klar würde, nach welchen Regeln geurteilt wird. Der Roman entfaltet so ein beklemmendes Bild einer Welt, in der der Einzelne an anonymen Strukturen zerreibt und Kommunikation systematisch ins Leere läuft. Im Gesamtwerk Kafkas steht Das Schloss neben „Der Prozess “ und „Der Verschollene (Amerika)“ als Teil der großen Romantrilogie. Kürzere Texte wie Die Verwandlung oder Das Urteil verdichten diese Themen auf engem Raum, während Das Schloss sie in eine endlose, labyrinthische Bewegung überführt. Der Roman gilt daher als ein Schlüsseltext der literarischen Moderne und als extreme Ausformung dessen, was man heute als „kafkaesk“ bezeichnet. - Schönes Exemplar der seltenen Veröffentlichung. - Wilpert/Gühring 2/9. - Raabe 145/9.

3.000 €

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

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Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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