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Homer, Poiesis

Illias und Odyssee (graece). Ex. rec Schwarz. 2 Bände.

München, Bremer Presse 1923-1924.

35,3 x 22,5 cm. 486,272 Seiten. Orig.-Pergamentbände mit Rückentitel, Kastenvergoldung, Deckelfileten und Kopfgoldschnitt. (Signiert: Bremer Binderei F. TH.: das ist Frieda Thiersch). - Druck der Bremer Presse in 615 nummerierten Exemplaren auf Zanders-Bütten. Die schönste Ausgabe von Homers Erzählungen im 20. Jahrhundert, und eine der größten Leistungen der Bremer Presse. Jeder, dessen geistige Bedürfnisse nicht lediglich von der Verstandsseite her befriedigt werden, wünscht sich ein Werk in dieser Form zu besitzen. Tadellos erhalten. - Lehnacker 15-16. - Schauer Bd.II,70 u. 72. - Rodenberg 58.

3.400,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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