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Hoelderlin, Friedrich

Hyperion oder der Eremit von Griechenland

München, Hans von Weber (1911)

28,3 x 20 cm. 231 Seiten. Orig.-Pergamentband mit Rücken- u. Deckeltitel, Kasten- u Deckelvergoldung sowie Kopfgoldschnitt. (Signiert: Maria Lühr, Berlin). - Als 8. Druck der Hundert in 100 nummerierten Exemplaren auf Bütten unter Aufsicht von Ernst Schulte-Strathaus gedruckt. Einer der seltensten und gesuchtesten Bände der ganzen Reihe. - Hyperion oder der Eremit in Griechenland ist ein Briefroman von Friedrich Hölderlin, der die Geschichte des jungen Griechen Hyperion erzählt. In Briefen an seinen deutschen Freund Bellarmin blickt Hyperion auf sein Leben zurück und schildert seine Suche nach Schönheit, Freiheit und einem erfüllten Dasein. Hyperion wächst in Griechenland auf und empfindet schon früh eine tiefe Sehnsucht nach einer harmonischen Verbindung von Mensch, Natur und Geist. Er ist unzufrieden mit den politischen und gesellschaftlichen Zuständen seines von den Osmanen beherrschten Heimatlandes. Auf seiner Suche nach Orientierung begegnet er Alabanda, einem leidenschaftlichen und entschlossenen Freiheitskämpfer. Die beiden werden enge Freunde und teilen den Traum, Griechenland von der Fremdherrschaft zu befreien. Während Alabanda den Weg des politischen Kampfes bevorzugt, ist Hyperion stärker von idealistischen und philosophischen Vorstellungen geprägt. Eine entscheidende Wendung in seinem Leben bringt die Begegnung mit Diotima, einer jungen Frau, die für Hyperion zum Sinnbild von Schönheit, Liebe und geistiger Vollkommenheit wird. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe und innige Liebe. Durch Diotima glaubt Hyperion, die Harmonie gefunden zu haben, nach der er sein ganzes Leben gesucht hat. Doch sein Wunsch, auch die politische Freiheit Griechenlands zu verwirklichen, führt ihn erneut in den Kampf. Gemeinsam mit Alabanda beteiligt er sich am griechischen Befreiungskampf gegen die Osmanen. Der Aufstand scheitert jedoch. Hyperion erlebt Gewalt, Zerstörung und menschliche Grausamkeit und muss erkennen, dass seine idealistischen Vorstellungen mit der Wirklichkeit kaum vereinbar sind. Enttäuscht und desillusioniert kehrt er zurück. Zu seinem Schmerz erfährt er, dass Diotima während seiner Abwesenheit schwer erkrankt ist und schließlich stirbt. Mit ihrem Tod verliert Hyperion nicht nur die geliebte Frau, sondern auch einen wesentlichen Teil seiner Hoffnung auf ein erfülltes Leben. Nach diesen schweren Schicksalsschlägen zieht sich Hyperion von der Gesellschaft zurück. Er durchwandert verschiedene Länder und reflektiert über seine Erfahrungen, seine Ideale und die Grenzen menschlichen Handelns. Allmählich gelangt er zu der Erkenntnis, dass vollkommene Harmonie nicht dauerhaft in der politischen Welt oder in menschlichen Beziehungen erreicht werden kann. Trost findet er schließlich in der Natur, die für ihn zum Ausdruck einer höheren Einheit wird. Als „Eremit in Griechenland“ lebt er zwar einsam, aber mit einer neuen inneren Ruhe und einem tieferen Verständnis des Lebens. Der Roman behandelt zentrale Themen wie die Sehnsucht nach Freiheit, die Suche nach dem idealen Leben, die Verbindung von Mensch und Natur, die Kraft der Liebe sowie die Spannung zwischen hohen Idealen und der oft enttäuschenden Wirklichkeit. Dabei verbindet Hölderlin politische, philosophische und poetische Gedanken zu einem Werk der deutschen Romantik und des Idealismus. - Sehr schönes Exemplar in einem signierten Einband von Maria Lühr. - Rodenberg 411. - Eyssen 277. - Schauer, Bd. II,60.

1.800 €

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

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Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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