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Hesse, Hermann

Zwei jugendliche Erzählungen

Olten, Vereinigung Oltener Bücherfreunde 1956

20 x 13 cm. 56 Seiten. Roter Orig.-Maroquinband mit Rückentitel, diagonalen gold- u. blindgeprägten Rauten auf beiden Deckeln, Steh- u. Innenkantenvergoldung sowie Kopfgoldschnitt. In Orig.-Schuber. (Signiert: H. Peller). - Signierte Erstausgabe "Gruss vom Verfasser, H. Hesse". Die beiden Erzählungen wurden bereits 1903 in Basel und vermutlich 1904 in Calw geschrieben, aber bisher nie veröffentlicht. Aus dem Vorwort zitiert: "Die beiden Erzählungen dieser Jubiläums-Publikation stammen aus der Zeit meiner literaririschen Anfänge. Sie sind in Buchform nie erschienen. Ich war in jenen Jahren sehr von den Erzählungen Theodor Storms eingenommen. Damit mag es zusammenhängen, dass ich junger Anfänger meine beiden Geschichten (ebenso wie den Novalis) ganz alten Erzählern in den Mund legte. Das ich ein halbes Jahrhundert später, nun selber solch ein Alter geworden, einmal diese jugendlichen Versuche wiederhervorsuchen und ein Geleitwort zu ihnen schreiben musste, mag meine Strafe für das romantischerweise vorweggenommene Alter sein". In 900 nummerierten Exemplaren erschienen. Vorliegendes Exemplar in einem geometrisch experimentelen Meistereinband von Hugo Peller. In dieser hervorragenden Ausstattung wurden nur sehr wenige Exemplare gebunden. Tadellos erhalten. 70. Publikation aus Anlaß des zwanzigjährigen Bestehens der Vereinigung Oltener Bücherfreunde. - Wilpert/Gühring 2/469. - Mileck 121.

2.800,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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