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Goethe, J. W. v.

Werke. 20 Bände

Stuttgart & Tübingen, in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung 1815-1819

19,2 x 12 cm. Ca. 7000 Seiten. Kirschrote Orig.-Halblederbände der Zeit mit reicher Rückenvergoldung, goldgeprägten floralen Deckelbordüren und Marmorpapiervorsätzen. - Prachtexemplar aus der Bibliothek des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III (1770-1840). Vorsatzpapier mit seinem Wasserzeichen "Fried. Wilh. D. III, seinem Portrait im Halbprofil, von Girlande eingerahmt". Zweite rechtmässige Ausgabe der Werke bei Cotta, die bis zum Erscheinen der Ausgabe letzter Hand die maßgebliche Gesamtausgabe blieb. Das Werk erschien auf vier verschiedenen Papieren. Dies ist die Vorzugsausgabe auf bestem und teuersten Velin-Papier, von der nicht mehr als 120 bis 150 Exemplare hergestellt wurden. Absolut fleckenfreies und außergewöhnlich breitrandiges Exemplar. Mit der Musikbeilage zu "Fragmente über Italien, der gestochenen Stammtafel zu "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten" in Band 13 sowie dem Subskribentenverzeichnis in der "Summarischen Jahresfolge Goethescher Schriften" in Band 20. Die Ausgabe enthält zudem erstmals die Neubearbeitung der "Stella". Prachtvolle Ausgabe in bestem Erhaltungszustand. - Hagen 20 B. - Goedeke IV/3, 8-10. - Wilpert/Gühring 2/99

3.800 €

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Diese Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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