top of page

Der Wolfenbütteler Sachsenspiegel

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Cod. Guelf. 3.1 Aug. 2. Obersachsen, 3. Viertel des 14. Jahrhunderts.

Graz, ADEVA 2006

37 x 28 cm. Alle 86 Blätter der Handschrift wurden vollständig im Originalformat mit authentischem Lagenverlauf und Randbeschnitt faksimiliert. Jede einzelne Farbnuance der kolorierten 776 Bildstreifen, alle Goldflächen und der abgestufte Pergamentton des ursprünglichen Beschreibstoffes wurden sorgfältig wiedergegeben. Orig.-Lederband. mit Metallschließen. - Beiliegt: Kommentarband. - Kein anderes Buch hat die deutsche Rechtsgeschichte so geprägt wie der Sachsenspiegel. Nach Jahrhunderten ausschließlich mündlicher Tradierung stellt die erste schriftliche Aufzeichnung des im Alltag und vor Gericht erprobten Gewohnheitsrechts eines bestimmten Anwendungsgebietes (in diesem Fall Sachsen) dar. Eike von Repgow legte sein Werk in der Sprache seiner niederdeutschen Heimat vor und schuf damit nicht nur das bedeutendste und in seiner nachhaltigen Wirkung unerreicht gebliebene Rechtsbuch, sondern auch das erste Prosawerk in deutscher Sprache. Die durchgehende farbenprächtige Illuminierung, das auf jeder Seite reich verwendte Gold, qualitätvolle Initialen und Versalien und die sorgfältig ausgeführte gotische Textura machen den Wolfenbütteler Sachsenspiegel zu einer Prachthandschrift. In 580 numerierten Exemplaren erschienen. Tadellos erhalten.

€ 1.800,-

Impressum     Datenschutz     AGB

Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

bottom of page