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Dehmel, Richard

Aber die Liebe. Zwei Folgen Gedichte

Berlin, Erich Steinthal 1921

32,5 x 24,5 cm. 143 Seiten. Mit 32 signierten Orig.-Radierungen von Willy Jaeckel, davon 17 Ganzseitige. Roter Orig.-Maroquinband auf sieben Bünden, mit Rückckentitel, Kastenvergoldung, Deckelfileten, Steh- u. Innenkantenvergoldung sowie Kopfgoldschnitt. (Signiert: Bruno Scheer, Berlin). - Eines von 15 Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe auf Japan-Pergament mit 64 signierten Orig.-Radierungen in doppeltem Zustand vor aller Schrift. Lyriksammlung von Richard Dehmel, einem der Mitbegründer der Zeitschrift "Pan". Im zweiten Buch Dehmels "Aber die Liebe" tauchen darin noch einmal alle Formen der Liebe auf, unruhig im Ton, hingerissen, sehnsüchtig, dämonisch. Der Text wurde mit Einverständnis der Erben Dehmels neu geordnet, auf Sperrungen wurde, zum Unmut der Witwe, verzichtet. Die ausdrucksvollen und dekorativen Radierungen stammen von Willy Jaeckel, einem wichtigen Vertreter des deutschen Expressionismus und Mitglied der Berliner Secession sowie der Preußischen Akademie der Künste. Diese Ausgabe zählt zu den edelsten Erzeugnissen deutscher Buchkunst. In einem prachtvollen Maroquinband von Bruno Scheer. Tadellos erhalten. - Sennewald 22,1. - Hayn/Gotendorf IX,122.

€ 3.000,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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