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Das Gebetbuch Ottos III.

Faksimile Clm 30111.

München, Bayerische Staatsbibliothek

8to. 88 Seiten. 5 ganzseitige Miniaturen mit Blattgold und 25 mehrzeilige Goldinitialen sowie zahlreiche kleine Initialen. Handgewebter, burgunderroter Seideneinband nach dem Vorbild eines Stoffragments des Abba-Codex, Vollgoldschnitt. In samtgefütterter schwarzer Lederkassette mit dem Replikat zweier byzantinischer Elfenbeintafeln aus dem 10. Jahrhundert. - Das Gebetbuch Ottos III. ist als das einzig erhaltene Königsgebetbuch aus ottonischer Zeit ein Buchdenkmal von allerhöchstem Rang. Jede Seite mit Gold auf Purpurgrund geschrieben. Die Handschrift entstand zwischen 983 und 991 im Auftrag der byzantinischen Prinzessin Theophanu oder ihres Beraters, Erzbischof Willigis von Mainz. Ganz in Gold auf Purpurgrund geschrieben, diente der Codex Aureus dem kindlichen König als geistiger Leitfaden. Faksimile + Kommentar in Lederkassette mit dem Replikat zweier byzantinischer Elfenbeintafeln aus dem 10. Jahrhundert, die heute im Aachener Domschatz aufbewahrt werden. Eines von 980 nummerierten Exemplaren. Luzern Faksimile Verlag 2008. Tadellos erhalten.

1.350,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Diese Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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