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Brentano, Clemens.

Gockel Hinkel Gakeleia. Mährchen, wieder erzählt von Clemens Brentano. (Vortitel: Gockel, Hinkel und Gackeleia ein Märchen)

Frankfurt, bei Schmerber 1838

20,7 x 13,7 cm. XIV,346 Seiten. Mit lithographiertem Titelblatt und 14 lithographierten Tafeln nach Entwürfen von Clemens Brentano. Brauner Orig.-Halblederband der Zeit mit Rückentitel "Mährchen von Brentano" und goldgeprägten Zierleisten, Deckel mit Marmorpapier bezogen und Lederecken. - Erstausgabe. Eines der schönsten Bücher der Romantik, für das Brentano auch die fazinierenden Illustrationen entwarf. Das Märchen, in dem die Prinzessin Gackeleia wünscht: Mach uns zu Kindern alle'.... löst auch in manchen seiner Illustrationen jene Beunruhigungen aus, die der Leser unter dem Ansturm einer mächtigen, ihn sozusagen überfallenden, vielschichtigen Phantasie empfinden mag" (Stubbe in: Hauswedell/Voigt). Zu Beginn des Textes die herzliche Zueignung, an Marianne von Willemer, eine Jugendliebe Brentanos, beginnend mit den Worten "Liebes Großmütterchen...", in der Brentano den Motiven und Personen des Märchens autobiographischen Gehalt gibt. Außergewöhnlich schönes, breitrandiges und fleckenfreies Exemplar. - Mallon 112. - Brieger 242. - Goedeke VI,62,43. - Sammlung Borst 1856.

€ 5.400,-

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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