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Beckmann, Max

Apokalypse (Nach Martin Luther)

Privatdruck. Frankfurt, Bauersche Gießerei 1943

40 x 30,5 cm. 76 Seiten. Mit 27 (davon 16 ganzseitige) Orig.-Lithographien von Max Beckmann. Orig.-Pappband mit Deckeltitel in Rot. - Die Steinzeichnungen Beckmanns zur Apokalypse entstanden bereits 1941 im Amsterdamer Exil. "Im vierten Jahre des zweiten Weltkrieges, als Gesichte des apokalyptischen Sehers grauenvolle Wirklichkeit wurden, ist dieser Druck entstanden" Kolophon. - Den Auftrag zum Werk erhielt Max Beckmann von Georg Hartmann, dem künstlerischen Leiter der Bauerschen Gießerei, der dem Künstler in der Zeit schwerster Bedrängnis helften wollte. Privatdrucke waren ab 25 Exemplare durch das Reichspropagandaministerium genehmigungspflichtig. Daher betrug die angegebene Auflagenhöhe lediglich 24 Exemplare. Hofmaier weist 41 Exemplare nach, von denen 24 handkoloriert, 7 handkoloriert und unmummeriert sowie 10 unkoloriert und unnummeriert sind. Vorliegendes eines der 10 unkolorierten und unnummerierten Exemplare. Tadellos erhaltenes Rarissimum. - Hofmaier 330-356. - Gallwitz 287. - Von Odyssee bis Felix Krull 3/22 - zeigt in der Ausstellung lediglich den Reprint.

12.500 €

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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