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Beardsley. - Pope, Alexander.

Der Lockenraub. Ein komisches Heldengedicht. Mit neun Zeichnungen von A. Beardsley.

Leipzig, Insel-Verlag 1908

29 x 22,5. 34 Seiten. Königsblauer Orig.-Kalbslederband mit Rückentitel und reichster Deckelvergoldung, Kopfgoldschnitt. - Eines von 100 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan. Die deutsche Übersetzung besorgte Rudolf Alexander Schröder. Von besonderer Schönheit ist der Druck der feinen Illustrationen auf gelblichem, matten Japanpapier. Auch die großartige Einbandgestaltung mit der formatfüllenden Illustration in Goldprägung stammt von Aubrey Beardsley. Der empfindliche blaue Kalbslederband tadellos erhalten. Als der hochbegabte, aber arme engliche Dichter Alexander Pope einmal in jungen Jahren auf dem Landsitz eines Lords beherbergt wurde, überreichte er dem Gastgeber zum Dank sein jüngstes Werk. Seine Lordschaft begann zu lesen, war entzückt und befahl seinem Diener: "Gib dem Dichter 50 Pfund!" einige Seiten später rief er wieder nach dem Diener: "Gib dem Gottbegnadeten 100 Pfund!" Doch noch immer konnte er sich von dem Buch nicht losreißen, seine Begeisterung wuchs weiter, und schließlich wies er den Diener an: Gib diesem Hexenmeister des Wortes 200 Pfund, aber wirf den Kerl hinaus, ehe er mich bankrott macht!" - Sarkowski 1258.

2.800 €

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Bibliophile Bücher sind weit mehr als Träger von Text – sie sind Ausdruck höchster Handwerkskunst und künstlerischer Gestaltung. In unserem Antiquariat finden sich herausragende Werke, die durch ihren kunstvollen Einband, ihre außergewöhnliche Typografie und bedeutenden Verfasser beeindrucken. Viele dieser Ausgaben stammen aus renommierten Pressen wie der Bremer Presse, der Doves Press, der Cranach Presse, Hundertdruck oder der Officina Bodoni – Druckstätten, die sich der buchkünstlerischen Vollendung verschrieben haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt den Einbänden, die in meisterlichen Werkstätten entstanden sind: Etwa durch Otto Dorfner, dessen streng klassizistische Einbandkunst aus Weimar bis heute Maßstäbe setzt, oder durch Frieda Thiersch, deren fein gearbeitete Leder- und Pergamenteinbände mit Prägungen und goldgeprägtem Rücken zum Schönsten gehören, was die deutsche Buchbindekunst hervorgebracht hat. Auch Arbeiten von E. A. Enders oder Hübel & Denck zeigen höchste Kunstfertigkeit in Materialwahl und Verarbeitung – von Halbleder über Ganzleder bis hin zu geprägtem Pergament mit handgezogenen Kapitalbändern und vergoldetem Schnitt.

 

Dieser Bücher sind in kleinen Auflagen erschienen, reich illustriert mit Originalgrafik, Holzschnitten oder Kupferstichen. Klassiker wie Goethes Faust, Schillers Räuber, Rilkes Sonette oder Werke von Oscar Wilde und Stéphane Mallarmé erscheinen so als Gesamtkunstwerk – Typografie, Illustration und Einband in vollendeter Harmonie. Solche Bücher sind nicht nur literarische Schätze, sondern auch haptisch und visuell eindrucksvolle Kunstobjekte – geschaffen für Menschen, die Schönheit und Qualität zu schätzen wissen.

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