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Voltaire

Zadig oder Das Geschick. Eine morgenländische Geschichte mit vierzig Orig.-Radierungen von Marcus Behmer. Übertragen von Ernst Hardt.

Berlin, Paul Cassirer 1912

32,7 x 25,7 cm. 77 Seiten. Dunkelblauer Orig.-Leinenband mit Rücken- u. Deckeltitel sowie Deckelvignette. - 11. Druck der Pan-Presse, eines von 170 nummerierten Exemplaren auf amerikanisches Japan. Eines der schönsten und reizvollsten Bücher von Marcus Behmer. Die Radierungen selbst sind überaus entzückend in ihrer phantastischen Erfindungsfülle, in ihrer kapriziösen Grazie und in der unsagbar feinen und liebevollen Nadelführung. - Zadig oder Das Geschick (Zadig ou la Destinée) ist ein philosophischer Roman von Voltaire, der die Abenteuer des klugen und tugendhaften jungen Mannes Zadig erzählt. Die Handlung spielt in einem orientalisch dargestellten Babylon und schildert, wie Zadig trotz seiner Weisheit, seines Gerechtigkeitssinns und seiner guten Absichten immer wieder von Unglück und Missverständnissen verfolgt wird. Zu Beginn scheint Zadig ein glückliches Leben zu führen, doch seine Verlobungen und Liebesbeziehungen scheitern, und er gerät mehrfach unschuldig in Schwierigkeiten. Aufgrund seiner Intelligenz und Beobachtungsgabe wird er oft verdächtigt oder missverstanden. Auf seinen Reisen begegnet er Menschen unterschiedlichster Herkunft und erlebt zahlreiche Prüfungen, die ihn mit Ungerechtigkeit, Machtmissbrauch, Neid, religiöser Intoleranz und menschlicher Torheit konfrontieren. Trotz vieler Rückschläge bewahrt er seine Vernunft und seinen Glauben an Gerechtigkeit. Im Verlauf der Geschichte erkennt Zadig, dass viele Ereignisse, die zunächst sinnlos oder ungerecht erscheinen, Teil eines größeren Zusammenhangs sein können. Die Frage nach dem Schicksal und der Ordnung der Welt zieht sich als zentrales Thema durch den gesamten Roman. Voltaire nutzt die Erlebnisse seines Helden, um gesellschaftliche und religiöse Missstände seiner Zeit kritisch zu beleuchten und die Bedeutung von Vernunft, Toleranz und Menschlichkeit hervorzuheben. Am Ende führen Zadigs Prüfungen schließlich zu Glück und Anerkennung. Er gelangt zu der Einsicht, dass der Mensch die Zusammenhänge des Schicksals oft nicht vollständig verstehen kann, dass Weisheit jedoch darin besteht, trotz aller Unsicherheiten gerecht und vernünftig zu handeln. -Tadellos erhalten. - Rodenberg 453. - Haucke 19. - Feilchenfeld/Brandis 199.B.

1.500 €

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