top of page

Hofmannsthal, Hugo v.

Ariadne auf Naxos. Mit farbigen Original-Steindruckem von Willi Nowak. 2 Bände.

München, Verlag d. Marees-Gesellschaft 1922


35,5 x 27,4 cm. 84 Seiten. Mit zahlreichen, davon 20 großen mehrfarbigen Orig.-Lithographien von Willi Nowak. Hellbrauner Orig.-Lederband mit Rückentitel, Deckelfileten und Kopfgoldschnitt. In Orig.-Schuber. - 39. Druck der Marèes-Gesellschaft. Eines von 80 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der sonst immer fehlenden Suite der Sonderabzüge. Die 20 signierten Orig.-Lithographien von Willi Nowak liegen unter Orig.-Passepartout in Orig.-Halbleinenmappe mit Deckeltitel. Das Impressum von Hugo v. Hofmannsthal und dem Künstler signiert. Der Druck wurde auf handgeschöpftes Bütten abgezogen, die Typographie durchgehend in Grün gedruckt. - Das Werk Ariadne auf Naxos von Hugo von Hofmannsthal erzählt eine Geschichte über Liebe, Verlust und Neubeginn und verbindet Elemente der antiken Mythologie mit komischen Theaterfiguren. Die Handlung basiert auf der griechischen Sage der Ariadne. Nachdem der Held Theseus sie auf der Insel Naxos zurückgelassen hat, ist Ariadne von tiefer Trauer erfüllt. Sie fühlt sich verraten und wünscht sich den Tod, weil ihr Leben ohne ihren Geliebten sinnlos erscheint. Während sie in ihrer Verzweiflung verharrt, treten Figuren einer heiteren Theatertruppe auf, vor allem die lebensfrohe Zerbinetta. Zerbinetta versucht Ariadne zu zeigen, dass Liebeskummer nicht das Ende bedeutet und dass man nach einer enttäuschten Liebe wieder neue Gefühle entwickeln kann. Schließlich erscheint der Gott Bacchus auf der Insel. Ariadne erkennt in ihm einen neuen Sinn ihres Lebens, und zwischen beiden entsteht eine neue Liebe. Dadurch wandelt sich ihre Verzweiflung in Hoffnung und Erfüllung. Die Geschichte zeigt somit den Übergang von Trauer zu neuer Lebensfreude und verbindet tragische mit komischen Elementen. Die zweibändige Ausgabe von 1922 aus dem Verlag der Marees-Gesellschaft wurde mit farbigen Original-Steindruckzeichnungen des Künstlers Willi Nowak gestaltet. Seine Steinzeichnungen greifen die wichtigsten Szenen und Stimmungen des Textes auf und übersetzen sie in eine stark stilisierte, künstlerische Bildsprache. Nowak verwendet klare Linien und flächige Farbkompositionen, die an den Stil der klassischen Moderne erinnern. Die Figuren wirken oft elegant vereinfacht und leicht idealisiert, wodurch ihre symbolische Bedeutung betont wird. Ariadne wird meist ruhig und melancholisch dargestellt, oft in zurückhaltenden Farben, die ihre Einsamkeit und Trauer widerspiegeln. Im Gegensatz dazu erscheinen Zerbinetta und die komischen Figuren lebhafter und bewegter, häufig mit helleren Farben und dynamischeren Formen. In Szenen mit Bacchus verwendet Nowak kräftigere Farbtöne und eine feierliche Bildgestaltung, um den Wendepunkt der Handlung - Ariadnes neue Liebe und ihre Erlösung aus der Trauer - zu unterstreichen. - Sehr schönes Exemplar dieser Rarität. - Rodenberg 373.

€ 2.800,-

bottom of page